Neues EEG!

Nach langen und kontroversen Diskussionen hat die Bundesregierung zum 01.04.2012 das neue EEG beschlossen. Deshalb habe ich mir mit meinem Kommentar und Artikel auch etwas Zeit gelassen, um sie genau und umfassend zu informieren. Wenn man sich im 1.Moment das neue Gesetz durchliest wirkt es strukturiert und vereinfacht, aber auf den 2.Blick fällt auf, wie drastisch die Bundesregierung diese Förderung heruntergefahren hat und monatlich weiter herunterfahren wird! Einfacher struktutiert sind die Einteilungsklassen, denn es gibt Sparten bis 10 kW Dachanlage, bis 1000 kW Dachanlage und Freiflächen- und Dachanlagen bis 10 MW. Für diese 3 Sparten gibt es ab 01.04.2012 eine von mir so bezeichnete Grundvergütung von 19,50 ct/kWh, von 16,50 ct/kWh und von 13,50 ct/kWh. Dazu kommt eine ab Mai mit einzuberechnende Degression von 0,15 ct/kWh für alle 3 Anlagetypen. Das bedeutet, dass Vielerorts ab April 2012 der Neukunde als Stromlieferant inzwischen gleich viel oder mehr für seinen bezogenen Strom zahlt! Damit kann er als Stromproduzent nicht mehr verdienen, sondern nur noch seine eigenen Stromkosten minimieren. Somit ist hier eine von der Bundesregierung als Regulierungsbehörde gewünschte Situation eingetreten, dass der Hausbesitzer als Stromproduzent nicht mehr groß in Erscheinung treten wird, da dieser die Installation hauptsächlich als Zugewinn für sich gesehen hat. Außerdem stärkt die Bundesregierung damit auch wieder die Marktpsition der Stromindustrie, denn je weniger Kosten für externe Stromlieferanten diese zu tragen hat, desto mehr verdient diese Industrie wieder!

Und trotzdem plädiere ich weiterhin für die Anschaffung einer Anlage für einen Hausbesitzer, denn es wird damit immernoch Geld verdient und der Fremdverbrauch an Strom aus der Industrie wird weiterhin reduziert. Sinkende Herstellungs- und Montagekosten für Module machen eine Installation auch nach dem neuen EEG lukrativ, die Laufzeiten haben sich nicht verändert, die Amortisation der Baukosten verlängert sich geringfügig und weiterhin darf man den ökologischen und umwelttechnischen Aspekt auch für die Zukunft nicht außer Acht lassen. Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir in höchstens 1-2 Jahren so weit technisch ausgereifte Speichermöglichkeiten für Hausbesitzer angeboten bekommen, damit wir selbstproduzierten Strom wieder zu einem guten vernünftigen Preis nutzen können!

Fragen sie nach und informieren sie sich bei dem Fachberater ihres Vertaruens. Ich werde auf der diesjährigen Intersolar mein Hauptaugenmerk auf die Stromspeicherung legen und darüber umfassend und ausführlich informieren!

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